Antisemiten bei Postkultveranstaltung

Antisemiten bei Postkultveranstaltung

„In der Nacht vom 23. auf den 24. Januar diesen Jahres kam es bei der Veranstaltung „Glaucha Rockt“ des Postkult e.V. im Kulturtresor 21 zu antisemitischen und sexistischen Beschimpfungen. Der Partybesucher B. Ö. beschimpfte einen anderen Gast aufgrund des offensichtlichen Tragens der Staatsinsignien des Staates Israel als „Judenschwein“.

B. Ö. ist ehemaliger stellvertretender Pressesprecher des Bildungsstreiks an der MLU Halle sowie Vorsitzender Richter des Schiedsgerichtes der Piratenpartei (LSA) und fiel bereits in der Vergangenheit durch sexistische Äußerungen auf. Im November 2009 hatte er im Rahmen des Bildungsstreiks eine Frau als „Schlampe“ bezeichnet, welche einmal „ordentlich durchgefickt“ werden müsste.
Auch bei der Veranstaltung des Postkult e.V. blieb es nicht bei antisemitischen Beschimpfungen seitens Ö. Als es zu einer Auseinandersetzung zwischen ihm und anderen Gästen aufgrund der geäußerten Beschimpfungen kam, betitelte er diese als „Schwuchtel“ und „schwule Sau“.
Als sich die antisemitisch beschimpfte Person beim Tresenpersonal beschweren wollte, gab es keinerlei Reaktion seitens der Angestellten oder der Veranstalter. Stattdessen trat ein weiterer Gast an die Person heran und sagte „Halt mal deine Fresse du Zionist.“, um dann fortzufahren „Ihr seid nicht besser als die Nazis.“ und „Langsam verstehe ich Hitler.“.
Eine Woche später wurde die beschimpfte Person anderenorts von jemandem auf den Vorfall im Kulturtresor 21 angesprochen, welcher sich nach eigenen Angaben zu den Organisatoren der Veranstaltungen des Postkult e.V. zählt. Nachdem ihm die Situation und die o.g. Beschimpfungen geschildert wurden, antwortete dieser gelassen „Lieber verbaler Sexismus, als wie Muschis zu Viert auf einen los zu gehen.“.
Diese Reaktion lässt erahnen, warum sich Antisemiten und Sexisten wie B. Ö. auf den Veranstaltungen des Postkult e.V. unbehelligt vergnügen können.

Dieser Zustand ist völlig inakzeptabel. Daher fordern wir den Postkult e.V. auf, zu diesen Geschehnissen Stellung zu beziehen und in Zukunft Antisemiten und Sexisten von ihren Partys auszuschließen.“

Presseerklärung von: Initiative Schöner feiern ohne Nazis / Antifaschistische Aktion Halle