Archiv für Juni 2010

Kino Zazie: Shoah

Claude Lanzmann’s Film: Shoah
Sonntag 4. Juli 2010
9:30 Uhr
Kino Zazie, Kleine Ulrichstraße 22
06108 Halle

Am Sonntag dem 4. Juli wird im Kino Zazie in Halle der Dokumentarfilm „Shoah“ von Claude Lanzmann in voller Länge mit Pause(n) gezeigt. Die Unkosten, die für das Zazie entstehen, werden durch die Anzahl der Besucher geteilt

Demo: Feiern gegen die Provinz – Landflucht vorantreiben

„Feiern gegen die Provinz – Landflucht vorantreiben“
Demo: Halle (Saale) 19.Juni 2010
15 Uhr Steintor.

Gleich und gleich gesellt sich gern…
…und aus diesem Grund, wollen wir die Merseburger dieses mal mit ihren Nazis alleine lassen, anstatt das Feigenblatt für sie zu spielen. Dafür veranstalten wir in Halle eine Partydemo auf der Route, welche die Nazis in den letzten Jahren immer laufen wollten, es aber nie geschafft haben.

www.provinzflucht.blogsport.de

Redebeitrag:

Mein Merseburg? Euer Merseburg !

Warum wir „Tanzen gegen die Provinz – Landflucht vorantreiben“ und nicht Merseburg „bunt“ machen wollen.

Die Dom- und Hochschulstadt Merseburg, die Stadt, welche damit wirbt, „Heimstätte der Merseburger Zaubersprüche, das einzige älteste althochdeutsche Sprachzeugnis germanischen Heidentums“ (merseburg.de) zu sein, ist mit diesem Besitz und seinem alljährlichen Folklorespektakel, dem Merseburger Schlossfest, vor allem auch Eins: eine typische ostdeutsche Kleinstadt. Neben dem gemeinsamen Stadttypus und der geographischen Lage hat sie mit den anderen Kleinstädten in Ostdeutschland die Arbeitslosigkeit, Abwanderung, Langeweile, Lethargie und Bedeutungslosigkeit gemein. Ostdeutsche Kleinstädte versuchen zwar jedes Ereignis und jede Gegebenheit als herausragend darzustellen – so preisen sie sich beispielsweise oft als touristische Perlen und Merseburg ist in dieser Hinsicht durchaus empfehlenswerter als beispielsweise Köthen, Burg oder Laucha – aber der Alltag sieht bei allen gleich aus. Und dieser ist neben den oben genannten Faktoren, vor allem durch eine „Normalisierung rechter und rassistischer Angriffe, die für viele alternative Jugendliche und junge Erwachsene sowie Flüchtlinge und MigrantInnen mittlerweile zum Alltag gehören(…). Der Rückgang von Anzeigen zeigt zudem das anhaltende mangelnde Vertrauen der Betroffenen und ihres sozialen Umfelds in Polizei und Justiz. Ein weiterer Grund könnte die lokale Etablierung rechter Dominanzräume in einigen Regionen Sachsen-Anhalts sein mit der Konsequenz, dass diese nicht mehr täglich mit Gewalt durchgesetzt werden müssen.“ (Mobile Opferberatung) (mehr…)