Archiv für Januar 2011

Auschwitz Liberation Day 27.01.1945

International Holocaust Remembrance Day 27.Januar

„Auschwitz ist das permanent Vorwaltende, das solange als Warnsignal auf unsere Zivilisation lasten, wie die gesellschaftlichen Bedingungen fortexistieren, die es einmal möglich gemacht haben. Gerade wegen seiner einzigartigen Erscheinung in der Weltgeschichte darf der Holocaust nicht mythologisierend enthistorisiert, vor allem aber nicht durch Ideologie partikular vereinnahmt werden, sondern muß zum nie mehr wegzudenkenden historischen Warnsignal werden, das als solches eben nicht als vergleichbares Phänomen ´ausharrt´, sondern unentwegt auf die Möglichkeit menschlicher Barbarei verweist.“
Moshe Zuckermann

Am 27.01.1945 wurde das Massenvernichtungslager Auschwitz-Birkenau von sowjetischen Truppen befreit.
Zu dieser Zeit befanden sich noch ca. 7500 KZ-Häftlinge im Lager, welche nicht an den Evakuierungstodesmärschen aus Auschwitz teilnahmen, da sie zu schwach und krank waren. Nur das schnelle vorrücken der Roten Armee Ende Januar verhinderte deren Vernichtung.
Nach Auschwitz wurden seit 1940 1,3 Millionen Menschen aus ganz Europa depotiert, geschätze 1,1 Millionen Menschen wurden ermordet. Unter den Opfern waren vor allem Juden, aber auch Sinti,Roma und Jenische, politische Gefangenge, Kriegsgefangene, Homosexuelle und Zeugen Jehovas. Die meißten Menschen wurden in den Gaskammern ermodert.

Wir gedenken den Menschen die der deutschen Barbarei zum Opfer gefallen sind.
„…das Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe“ (T.W. Adorno)

Nie wieder Auschwitz
Nie wieder Deutschland

Brandanschlag auf Auto in Weißenfels

Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt:

„Nach Drohungen von Rechtsextremen: Brandanschlag auf Auto eines Vorstandsmitglieds des Simon-Rau-Zentrums in Weißenfels (Burgenlandkreis)
Mobile Opferberatung bittet um Spenden

Gegen Mitternacht vom 8. zum 9. Januar 2011 brannte das Auto eines Vorstandsmitglieds des Simon-Rau-Zentrums in Weißenfels (Burgenlandkreis) vollständig aus. Der Betroffene und die Mobile Opferberatung gehen davon aus, dass der Brandanschlag von politisch rechts motivierten Tätern begangen wurde. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen Brandstiftung. Der 32-jährige Betroffene ist seit vielen Jahren im Burgendlandkreis aktiv gegen Rechts und wurde in diesem Zusammenhang mehrfach aus dem Umfeld der NPD bedroht.

Indirekt als Drohung zu verstehende Äußerungen gegen den Betroffenen finden sich u.a. sehr prominent in einem im Oktober 2010 auf der Internetplattform youtube eingestellten Video der NPD-Kreistagsfraktion im Burgenlandkreis, wo der 32-Jährige mehrfach namentlich und mit Wohnort genannt wird. Der Hintergrund: Anfang Oktober fotografierte der Betroffene den rechtsrechtsextremen Kommunalpolitiker und Fußballtrainer Lutz Battke beim Training von Kindern und Jugendlichen, obwohl Battke zu diesem Zeitpunkt vom BSC 99 Laucha als Trainer offiziell suspendiert worden war. Als Konsequenz der Recherche des Betroffenen hatte der sachsen-anhaltinische Landessportbund die Prüfung eines Ausschlußverfahrens gegen den Sportverein angekündigt. Andreas Karl, Mitglied des NPD-Landesvorstands und gemeinsam mit Lutz Battke NPD-Abgeordneter im Kreistag des Burgenlandkreises, kündigt in dem Video abschließend an, „gegen diese Maßnahmen rigoros vor[zu]gehen…“

Durch den Brand entstand ein Sachschaden von ca. 13.800 Euro. Da die Versicherung maximal den aktuellen Zeitwert des PKWs ersetzt und dem 32-Jährigen zudem Kosten für die Wiederbeschaffung persönlicher Sachen entstehen, die bei dem Brand zerstört wurden, bittet die Mobile Opferberatung um Spenden für den Betroffenen:

Spendeneinzahlungen oder -überweisungen richten Sie bitte an das Konto:

Miteinander e. V.
Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 53 53 53
BLZ: 810 205 00
Verwendungszweck: Brandanschlag Weißenfels

Auf Wunsch wird Ihnen gern eine Spendenbescheinigung zugesandt. Gehen mehr Spenden ein als zur Bewältigung der finanziellen Angriffsfolgen notwendig sind, werden sie dem „Opferfonds für Betroffene fremdenfeindlicher und rechtsextremer Gewalt in Sachsen-Anhalt“ zur Verfügung gestellt, um weitere von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt Betroffene zu unterstützen.“

www.mobile-opferberatung.de