Gemeinsamer Aufruf der Wuppertaler Gruppe FEKA (Für einen konsequenten Antifaschismus) und den Freund_innen der befreiten Gesellschaft

antisemitische Konferenz in Wuppertal stoppen!

„Antisemitische Konferenz in Wuppertal stoppen!

An diesem Samstag (07.Mai 2011) soll in der Wuppertaler Uni-Halle die „9. Konferenz der Palästinenser in Europa“ stattfinden. Das genaue Programm dieser jährlich veranstalteten Konferenz ist bisher nicht bekannt. Die Erfahrungen der vergangenen Konferenzen, der Titel der Veranstaltung und die Veranstalter selber lassen jedoch den Schluss zu, dass Wuppertal am Samstag zum Schauplatz für antisemitische Hetze und zur Bühne für die Hamas wird.

Leider kann man nicht an zwei Orten gleichzeitig sein. Deswegen gilt es die antisemitische Konferenz schon im Vorfeld zu verhindern, um am 07.Mai in Köln den rassistischen Aufmarsch von Pro NRW zu stoppen (mehr unter: http://www.no-racism.de).

Die Organisatoren der Konferenz sind das in England ansässige „Palestinian Return Center“, al-awda-europe („die Rückkehr“) und die“Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland“.

Auf den letzten Konferenzen sprachen wiederholt hochrangige Mitglieder der Hamas. Dies ist auch in diesem Jahr zu erwarten. Unter den angefragten Rednern befinden sich u.a. Abd al-Aziz Duwaik, ein hoher Hamas-Funktionär, und der Führer der islamischen Bewegung Nord-Israels, Scheich Ra´ad Salah, der wiederum über beste Verbindungen zur Hamas verfügt. (vgl. http://www.alawda.eu/ar/index.php).
Die Teilnahme der Hamas ist jedoch kein Ausrutscher der Organisatoren, sondern ein fester Bestandteil der Konferenz. Denn die Organisation „Palestinian Return Center“ ist eng verbunden mit der Hamas – einer Organisation deren ausdrückliches Ziel es ist Israel zu vernichten, die für zahllose Bombenanschläge auf israelische Zivilist*innen und Raketenabschüsse auf Israel (Im April unter anderem auf einen Schulbus) verantwortlich ist. Allein von Januar bis April 2011 wurden vom Gazastreifen aus 328 Raketen auf Israel abgefeuert, darunter im April eine gezielte Rakete auf einen Schulbus. Neben den Angriffen auf Israel ist die gewaltsame Unterdrückung jeglicher Opposition im Gazastreifen und aller Menschen dort, die nicht nach von der Hamas definierten islamischen Regeln leben möchten tägliche Praxis der Hamas.
Das sowohl die Hamas als auch anderen Organisationen und Personen bei der Befreiung des Gazastreifens oder „Palästinas“ aus antisemitischen Motiven heraus handeln, lässt sich bei einem Blick auf deren Publikationen wie der Charta der Hamas schnell erkennen. Auch zahlreiche andere Darstellungen sind überfüllt mit antisemitischen Klischees.

Das Motto der Konferenz – „Die Generation der Rückkehr kennt ihren Weg“ – rückt genau wie die Namen der veranstaltenden Gruppen die „Rückkehr“ in den Mittelpunkt. Dies war auch bei den meisten der vergangen Konferenzen so. Gemeint ist allerdings nicht ein Zuzug in die palästinensischen Gebiete oder einen noch zu gründenden palästinensischen Staat im Bereich dieser Gebiete, sondern eine „Rückkehr“ in einen palästinensischen Staat, der das gesamte Gebiet des heutigen Israel umfasst. Somit wird das Rückkehrrecht nur sehr vordergründig aus humanitären Gründen gefordert und zielt eigentlich wie jegliche Politik der Hamas und befreundeter Gruppierungen auf die Zerstörung Israels. Das ist ihre politische Agenda, zu deren Durchsetzung auch die geplante Konferenz in Wuppertal dienen soll.

Dabei ist schon der Begriff “Rückkehr“ absurd und völkisch geprägt. Denn der überwiegende Teil der sogenannten palästinensischen Flüchtlinge ist nie geflüchtet und hat nie in Israel gelebt. Ihr Status als Flüchtlinge wird ihnen über die Herkunft ihrer (Groß)eltern zugesprochen. Statt ihnen ein freies Leben in den Ländern in denen sie leben zu ermöglichen, wird ihnen z.B. vom Libanon und Jordanien eine Integration verweigert und damit künstlich ein Flüchtlingsproblem als politisches Instrument gegen Israel geschaffen und seit 60 Jahren aufrecht erhalten.

Aber auch junge Menschen aus Europa, deren Eltern oder Großeltern aus dem Nahen Osten emigriert sind, werden dazu gebracht sich mit einem fernen Landstreifen zu identifizieren und zu meinen sie hätten qua Volkszugehörigkeit einen Anspruch auf dieses Gebiet. Dies geschieht leider nicht nur durch Veranstaltungen wie die für den 07. Mai in Wuppertal geplante, sondern auch durch eine Politik in Europa, die Menschen nicht nach dem Ort ihrer Geburt, sondern nach der Herkunft ihrer Großeltern sortiert und einem deutschen Alltagsrassismus, der vielen Menschen das Gefühl des Nichtdazugehörens vermittelt. Daher reicht es nicht aus sich gegen den Antisemitismus von Hamas und Co zu stellen, sondern gegen jede völkische Ideologie.

Laut einem Bericht der örtlichen Tageszeitung sieht die Stadt keine Möglichkeit ihre Halle nicht für diese Konferenz zu Verfügung zu stellen, da die Organisation nicht verboten sei. Es kann jedoch nicht sein, dass die Stadt ohne jeglichen Versuch dies zu verhindern eine Konferenz stattfinde lässt, von der schon im Vorfeld eindeutig ist, dass dort antisemitische Propaganda stattfinden wird.
Wir fordern die Stadt daher auf ihre Räume nicht zu Verfügung zu stellen.

Keine antisemitischen und rassistischen Veranstaltungen
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weder in Wuppertal, noch in Köln noch anderswo!

Völkische Propaganda unmöglich machen!

Achtet auf weitere Ankündigung! Wir werden alles dafür tun, dass die Konferenz schon im Vorfeld abgesagt wird. Sollte dies nicht gelingen wird eine Gegenkundgebung stattfinden.“