JugendAntifaHalle http://JugendAntifaHalle.blogsport.de "Weder ist die Vernunft wirklich noch ist die Wirklichkeit vernünftig." (ISF) Wed, 28 May 2014 08:09:28 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Adieu Jugendantifa Halle http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2014/01/27/adieu-jugendantifa-halle/ http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2014/01/27/adieu-jugendantifa-halle/#comments Mon, 27 Jan 2014 14:53:58 +0000 jugendantifahalle Allgemein http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2014/01/27/adieu-jugendantifa-halle/ Die Jugendantifa Halle hat sich nach (heutiger) langer Zeit vor etwas längerer Zeit (2013) aufgelöst und ist in zwei Gruppe und dem Offenen Antifaplenum Halle in der Reilstraße 78 aufgegangen. Deshalb wird diese Seite nicht mehr aktualisiert und dient nur der Archivierung. Für neuere Informationen, Texte, Termine und Treffen schaut auf die unten angegebenen Seiten.

Es findet weiterhin regelmäßig (14-tägig in den geraden Wochen) in der Reilstraße 78 (ab 18Uhr) das Offene Antifaplenum statt. (Im unteren Teil dieses Artikels findet ihr das Selbstverständnis)

Daneben sind aus der Jugendantifa Halle zwei Gruppe entstanden. Zum einen die Gruppe [insert name here!]
und zum anderen die Gruppe Gesellschaftskritische Odysee (GekO)

Für Informationen, Recherchen, Hintergründe zu Neonazismus in Halle und Umgebung gibt es das Antifa-Infoportals “Hosen runter”

Selbstverständnis des Offenen Antifa Treff Halle (Reil 78):
Das Offene Antifa Plenum Halle ist, wie der Name es schon vermuten lässt,ein offenes Treffen, bei dem sich antifaschistisch
interessierte und aktive Leute treffen können, um Informationen auszutauschen – zum Beispiel zu geplanten Vorträgen, Demonstrationen,
kreativen Aktionen und Kampagnen. Dabei kann es darum gehen, sich bei solchen Veranstaltungen und Aktionen zu supporten, aber auch, diese und
ihre Inhalte zu diskutieren und sich auch das eine oder andere mal zu kritisieren ;) . Zu dem Begriff „Offen“ sollten vielleicht noch ein paar erläuternde Worte fallen: Wir verstehen dieses Treffen als Ort für eine offene und parteiunabhängige Arbeit von Antifaschistinnen und Antifaschisten, die es sich zur Aufgabe
gemacht haben, linksradikale Theorie und Praxis nach außen zu tragen; offen dabei insofern, als dass es sich hierbei nicht um eine geschlossene Gruppe
handelt. Was wir als linksradikal erachten, sind Ideen und Aktionen, die eine möglichst große Freiheit für alle Menschen einfordern, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrem Glauben, ihren Leistungen in Schule und Beruf, ihrem Geschlecht oder anderen Merkmalen, die momentan benutzt werden,
um Menschen zu diskriminieren und in ihrer Freiheit einzuschränken. Die Ursachen dieser Diskriminierungsformen zu finden und zu beseitigen, ist daher
unser Ziel. Das kann auf ganz verschiedene Art und Weise getan werden und es ist dabei nicht Aufgabe des Offenen Plenums,entsprechende Aktionen zu planen und durchzuführen – das machen verschiedene Gruppen und Initiativen, die sich hier auch treffen, in eigener Regie. Das Treffen soll also eine Vernetzungsplattform sein, auf der sich ausgetauscht und für eigene Aktionen und Veranstaltungen geworben und nach Unterstützung gefragt werden kann.
Da es sich um eine offenes Plenum handelt, bei dem sich viele verschiedene Menschen treffen, haben diese Menschen durchaus verschiedene Ansichten
darüber, wie bestimmte Ziele zu erreichen und wo die Ursachen für verschiedene Probleme in der kapitalistischen Gesellschaft zu finden sind. Es ist also für (fast) jede_n etwas dabei… Ideologien und Vorurteile, die die Welt vereinfacht darstellen und simple Freund-Feind- Schemata erschaffen, werden hier
allerdings auf wenig Zuspruch stoßen. Wenn auch du Lust auf Theorie, Praxis und Vernetzung mit anderen kritischen Köpfen hast, dann komm vorbei! Für
die nächsten Termine könnt ihr auf unserer Webseite nachschauen oder uns bzw. der Reil 78 eine E-Mail schreiben.

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Offener Brief des Offenes Antifaplenum Halle (in der Reil 78) anlässlich des Vortrages „Der Iran im Fadenkreuz westlicher Interessen“ von Die Linke.SDS Halle (Saale) am 30.11.2013 http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/11/13/offener-brief-des-offenes-antifaplenum-halle-in-der-reil-78-zu-anlaesslich-des-vortrages-der-iran-im-fadenkreuz-westlicher-interessen-von-die-linke-sds-halle-saale-am-30-11-2013/ http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/11/13/offener-brief-des-offenes-antifaplenum-halle-in-der-reil-78-zu-anlaesslich-des-vortrages-der-iran-im-fadenkreuz-westlicher-interessen-von-die-linke-sds-halle-saale-am-30-11-2013/#comments Wed, 13 Nov 2013 09:54:39 +0000 jugendantifahalle Allgemein http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/11/13/offener-brief-des-offenes-antifaplenum-halle-in-der-reil-78-zu-anlaesslich-des-vortrages-der-iran-im-fadenkreuz-westlicher-interessen-von-die-linke-sds-halle-saale-am-30-11-2013/ Kein Podium für die Delegitimierung Israels! -
bezüglich des Vortrags „Der Iran im Fadenkreuz westlicher Interessen“ von Die Linke.SDS Halle (Saale) am 30.11.2013

Zur Doppelmoral der Hallenser Linken
Würde eine Hallenser Studentengruppe einen Referenten zu einem Abendvortrag einladen, der eine Ausstellung des Bundes der Vertriebenen unterstützt, die nachweislich Geschichtsklitterung betreibt, dann wäre die Aufregung in der linken Szene groß. Käme noch hinzu, dass dieser regelmäßig gegen den polnischen Staat wettert und jede Erwähnung der Vorgeschichte dieser Vertreibungen auslässt, dann wäre innerhalb kürzester Zeit die gesamte Zivilgesellschaft auf den Beinen. Die Mitarbeiter von Miteinander e.V. würden eifrig Pressemitteilungen schreiben, das Bündnis gegen Rechts eine Kundgebung anmelden, die „soziokulturellen Zentren“ sämtliche Kooperationen und Veranstaltungen mit besagter Studentengruppe absagen und Antifa-Aktivisten Sitzblockaden vor dem Veranstaltungsraum organisieren. Der Fall wäre klar: Der Referent wäre ohne Zweifel ein rechtskonservativer Slawenhasser, dessen Geschichtsklitterung niemand unwidersprochen hinnehmen darf.
Glücklicherweise handelt es sich bei der Hallenser Studentengruppe um den SDS, der Studierendenorganisation der Partei die Linke, bei der Ausstellung nicht um den Bund der Vertriebenen, sondern um die „Nakba“-Ausstellung von „Flüchtlingskinder im Libanon e.V.“ und Ziel der verbalen Attacken ist nicht Polen, sondern Israel. Für viele Linke ist die Sache damit klar: Der Referent ist kein rechtskonservativer Antisemit, der gegen Israel hetzt, sondern ein linker Friedensfreund, der legitime Kritik äußert, denn Linke sind schließlich auf der Seite des Guten (und gegen Nazis) und können damit per se keine Antisemiten sein. Entsprechend brauchen weder Miteinander e.V., noch das BGR in hektischen Aktionismus verfallen und auch die soziokulturellen Zentren brauchen nicht auf die Getränkeeinnahmen der linken Friedensfreunde verzichten. Wer die Deutung teilt, Linke ständen immer auf der Seite des Guten, der braucht den Rest dieses Flugblattes nicht weiter zu lesen, denn gegen das Bedürfnis nach Identität lässt sich mit rationalen Argumenten nicht angehen. Für alle anderen, die der Meinung sind, dass Geschichtsklitterung, antiisraelische Hetze und die Verharmlosung klerikalfaschistischer Regime nicht hinnehmbar sind, haben wir im Folgenden einige Fakten zur geplanten Veranstaltung und den Ansichten des Referenten zusammengetragen.

Der Referent – Friedensforscher mit Herz für Gewalt?
Dr. Werner Ruf ist Politikwissenschaftler und bezeichnet sich selbst als Friedensforscher. Er hält regelmäßig Vorträge über Israel und Palästina. Unter anderem trat er zusammen mit Inge Höger auf, jener Linkspartei-Bundestagsabgeordneten, die zusammen mit islamistischen Gruppierungen auf der Marmi-Marvara gegen Israel segelte. Zudem ist er Dauergast des jährlichen „Marx is muss“-Kongress der trotzkistischen Organisation Marx21, die ebenfalls für ihre regelmäßigen Verurteilungen des jüdischen Staates bekannt ist.
Die Darstellungen Werner Rufs folgen einem simplen Weltbild: Der Westen (allen voran Israel und die USA), unterdrücken auf Grund ihres Nationalismus und ihrer ökonomischen Interessen die arabische Welt. Der Terror islamistischer Gruppen ist entsprechend nur eine Verteidigung gegen dieses Unrecht. Ruf gibt sich deshalb alle Mühe, den politischen Islam als „Befreiungsideologie“ und „Entkolonialisierungsbewegung“ zu verharmlosen, dessen Gewalt eine Reaktionen auf die „strukturelle Gewalt“ westlich-imperialistischer Herrschaft ist. Ein Beispiel ist Rufs Artikel „Politischer Islam – Eine Befreiungsideologie?“.
In diesem Artikel verharmlost Ruf die Gewalt islamistischer Gruppen, deren Ziel eine religiöse Diktatur und die Unterdrückung des Einzelnen ist und im Iran bereits besteht, indem er sie auf eine Stufe stellt mit den Gewaltakten, die während der amerikanischen und französischen Revolution stattfanden, die im Gegensatz dazu die Befreiung des Individuums im Sinn hatten. Rufs gängigstes rhetorisches Mittel ist es, Fragen zu stellen und damit den Anschein zu erwecken, doch nur legitime Diskussionen anregen zu wollen und um sich jeglichen Unterstellungen und Vorwürfen zu entziehen. Auf perfide Art und Weise gibt er so immer wieder seine wahnwitzigen Positionen zum Besten. So stellt der angebliche Friedensforscher sogar die Gewalt palästinensischer Terroristen gegen Zivilisten als diskutierbar dar und erklärt damit jüdische Siedler zu Freiwild. So heißt es im selben Artikel: „Ist es in asymmetrischen Konflikten wie Entkolonisierungskriegen überhaupt möglich, die Gewalt nur auf die repressiven Organe der Kolonial- bzw. Besatzungsmacht zu beschränken? Sind beispielsweise Siedler in Algerien, Israel oder Südafrika zwar formal Zivilisten, de facto jedoch Teil des kolonialen Unterdrückungssystems und seiner Reproduktion? Werden Angriffe auf sie (und ihre Familien?) erst legitim, wenn sie selbst gewaltsam handeln?“1
Die systematische Abhängigmachung weiter Teile der Bevölkerung von den Machtstrukturen der jeweils herrschenden islamistischen Organisationen durch soziale Dienstleistungen werden von Ruf als westliche Propaganda abgetan: „in den westlichen Medien ist es üblich, das soziale Engagement der Islamisten als rein taktische Strategie zur Mobilisierung von Legitimität abzutun.“ Stattdessen, so Ruf, seien diese in der altruistischen Religion des Islam angelegt. Während Ruf auf der einen Seite islamistische Bewegungen und deren Ideologie verharmlost, ist er in der einseitigen Verurteilung Israels und des Zionismus hingegen eindeutiger: „Es gibt einen geraden Weg von der naqba, der Katastrophe, nach Gaza. Der Weg heißt Vertreibung. Sein Baumeister ist der Zionismus.“2 „Das was hier geschehen ist [Marvi Marmara] hat Erdogan zu Recht „Staatsterrorismus“ genannt.“, „Kann dieser Staat [Israel] tun und lassen was er will. Ist er irgendetwas anderes als alle anderen Staaten?“, „Israel hat schon immer für sich in Anspruch genommen, über dem Recht zu stehen.“3
Ruf ist zudem einer der prominenten Unterstützer einer „Nakba“-Ausstellung, die aufgrund ihrer Geschichtsklitterung in die Schlagzeilen geriet.4 Wie in dieser Ausstellung, so fehlt auch in Rufs Artikeln und Vorträgen jeglicher Hinweis auf den Antisemitismus palästinensischer Gruppierungen. So erwähnt er beispielsweise mit keinem Wort den Mufti von Jerusalem, Amin al-Husseini , der nicht nur mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierte und eine muslimische SS-Division aufstellte, sondern auch die arabische Bevölkerung Palästinas, die sich nicht seiner Ideologie unterwarf, brutal unterdrückte. Ruf redet stattdessen lieber minutenlang über diskriminierende Gesetze Israels gegen Palästinenser, die deren „kulturelle Identität“ zerstören würden, ohne auch nur ein einziges Mal darüber zu sprechen, dass Juden in den Palästinensergebieten mehr als nur einen Identitätsverlust erleiden würden. Dieses Muster wird sich wahrscheinlich bei der geplanten Veranstaltung fortsetzen.

Der SDS Halle – Die Verurteilung Israels hat System!
Wer nicht schon am Titel der geplanten Veranstaltungen erahnt, was der SDS mit seinem Vortrag bezweckt und vielleicht glaubt, der SDS habe nur nicht richtig recherchiert, wer von ihnen eingeladen wird, der muss eines Besseren belehrt werden: Die einseitige Verurteilung Israels und die Verharmlosung des Islamismus und menschenfeindlicher Diktaturen von Seiten des Hallenser SDS sind keine Seltenheit. So veröffentlichen die fleißigen Schreiberlinge des SDS ebenfalls regelmäßig Artikel auf ihrem Blog, in denen Israel verurteilt wird. Dort kann man in einer Buchrezension lesen, wie der SDS Israelis zu „Unmenschen“ deklariert, die wieder menschlich werden sollen: „Wie alle seine Tagebucheinträge beendet der Aktivist Arrigoni auch den oben genannten Eintrag mit den Worten „Restiamo umani“. Übersetzt bedeutet das in etwa „Mensch bleiben“. Dadurch werden auch die Israelis einbezogen und eingeladen, wieder menschlich zu werden.“5 Eine Woche später folgte ein Beitrag über eine Spendensammlung der SPD für Bäume in Israel, die für den SDS eine „Unterstützung von Landraub“ darstellt.6 (Was mit den Geldern der EU und anderen Institutionen in Palästina passiert, interessiert die Menschenrechtsaktivisten des SDS natürlich nicht.) Ein Mitglied des SDS in Halle erklärte in einem Antrag auf dem Kongress des Bundes-SDS sogar, dass die Verurteilung Israels und die Solidarisierung mit Palästina ein konsequentes Engagement gegen Antisemitismus sei.7 Als Versehen kann der Vortrag mit Dr. Ruf also keinesfalls angesehen werden, sondern vielmehr als konsequente Fortsetzung der bisherigen antiisraelischen Politik des SDS. Dieser Form des modernen Antisemitismus, welcher Israel zum Sündenbock für internationale Konflikte und Probleme macht, wie der alte Antisemitismus die Juden zum Sündenbock erklärt hat, werden wir entschieden widersprechen!
Offenes Antifaplenum in der Reil 78

Fußnoten:
1 http://www.werner-ruf.net/pdf/Stop_05_Terror.pdf
2 http://www.rosalux.de/publication/36978/von-der-nakba-nach-gaza.html
3 Alle Zitate aus: „Free Gaza“ – Ende der Blockade? Gespräch mit Inge Höger und Werner Ruf:
http://www.youtube.com/watch?v =S4KZhbbqxjQ
4 Siehe: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15777 und
http://bgakassel.wordpress.com/2011/06/01/nakba-%E2%80%93-das-cafe-buch-oase-und-andere-katastrophen/ sowie
http://dighochschulgruppe.files.wordpress.com/2013/08/nakba_web_end-1.pdf
5 http://sdsmlu.blogspot.de/2013/04/mensch-bleiben.html
6 http://sdsmlu.blogspot.de/2013/04/spd-sieht-menschenrechte-vor-lauter.html
7 Antrag A 14: http://www.linke-sds.org/die_linkesds/positionen/11_bundeskongress_dez_2012/

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http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/11/13/offener-brief-des-offenes-antifaplenum-halle-in-der-reil-78-zu-anlaesslich-des-vortrages-der-iran-im-fadenkreuz-westlicher-interessen-von-die-linke-sds-halle-saale-am-30-11-2013/feed/
Aufruf: Refugees welcome! Gegen den rassistischen Mob in Schneeberg und überall! http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/11/09/aufruf-refugees-welcome-gegen-den-rassistischen-mob-in-schneeberg-und-ueberall/ http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/11/09/aufruf-refugees-welcome-gegen-den-rassistischen-mob-in-schneeberg-und-ueberall/#comments Sat, 09 Nov 2013 15:42:57 +0000 jugendantifahalle Allgemein http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/11/09/aufruf-refugees-welcome-gegen-den-rassistischen-mob-in-schneeberg-und-ueberall/

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http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/11/09/aufruf-refugees-welcome-gegen-den-rassistischen-mob-in-schneeberg-und-ueberall/feed/
Veranstaltungen im November http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/11/09/veranstaltungen-im-november/ http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/11/09/veranstaltungen-im-november/#comments Sat, 09 Nov 2013 15:38:42 +0000 jugendantifahalle Allgemein http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/11/09/veranstaltungen-im-november/ Übersicht:

Veranstaltung des Landesarbeitskreis Shalom der Linksjugend [’solid] Sachsen-Anhalt

Donnerstag, 12. Dezember – 19.oo Uhr – Melanchthonianum
»Feindbild Israel – der ewige Sündenbock«
Vortrag und Diskussion mit Tilman Tarach

Im Rahmen der Reihe „ZUM GLÜCK GIBT ES PUNK?! – AMBIVALENZEN EINER SUBKULTUR“ – Vom Donnerstagsthresen der Reilstraße 78

Donnerstag, 14.November 2013 – 20Uhr – Reilstraße 78
Punk in der DDR
Vortrag und Gespräch mit Torsten Hahnel

Im Rahmen des Alternative Vorlesungsverzeichnis des Studierendenrates der Universität Halle (ALV)

Freitag, 15. November – 19.00 Uhr – Melanchthonianum, Uniplatz (Halle)
„Moderne Seelenrettung. Esoterik als Religion des bürgerlichen Zeitalters“
Vortrag & Diskussion mit Claudia Barth – Im Rahmen der Reihe “Jammertal und Heiligenschein. Perspektiven der Religionskritik”

Mittwoch, 20. November – 19.00 Uhr – Melanchthonianum
„Leib ohne Trieb – Von der Prostitution zur Sexarbeit“
Vortrag & Diskussion mit Theodora Becker und Magnus Klaue

Dienstag, 26.November – 19 Uhr – Melanchthonianum
Christlicher Judenhass. Monotheismus, Christentum und die Genese des Antisemitismus
Vortrag und Diskussion mit Samuel Salzborn – Im Rahmen der Reihe “Jammertal und Heiligenschein. Perspektiven der Religionskritik”

Veranstaltung der AG Antifa im Stura der MLU

Dienstag, 19. November 2013 – 19.oo Uhr – Melanchthonianum
„Never ending story – Das Israelpseudos der Pseudolinken“
Vortrag und Buchvorstellung mit Anja Worm und Jan Gerber

Hier findet ihr die entsprechenden Ankündigungstexte zu den Veranstaltungen:

Donnerstag, 12. Dezember – 19.oo Uhr – Melanchthonianum
»Feindbild Israel – der ewige Sündenbock«
Vortrag und Diskussion mit Tilman Tarach
Über keinen Staat gibt es so viele Gerüchte wie über Israel. Tilman Tarach zeigt, dass die deutschen Medien, aber auch Organisationen wie die Uno und jede Menge »Israelkritiker« den Stoff liefern, aus dem diese diffamierenden Legenden gestrickt werden. Die alte Parole »Die Juden sind schuld« wird heute in weiten Teilen der Gesellschaft begierig auf den jüdischen Staat angewendet, und zwar reichlich unabhängig davon, wie er sich verhält. Tilman Tarach zeichnet die entscheidenden historischen und aktuellen Aspekte des Nahostkonflikts nach und zeigt auf, dass in der allgemeinen Debatte um Israel mit zweierlei Maß gemessen wird.

Dr. Tilman Tarach (Freiburg) ist Jurist aus Berlin und Autor des Buches »Der ewige Sündenbock. Heiliger Krieg, die ‚Protokolle der Weisen von Zion‘ und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt« (Vorwort Henryk M. Broder, Edition Telok 2011). Artikel von ihm erschienen in „Konkret“, „Jüdische Allgemeine“ und „Jerusalem Post“.

Donnerstag, 14.November 2013 – 20Uhr – Reilstraße 78
Punk in der DDR
Vortrag und Gespräch mit Torsten Hahnel
Im letzten Jahrzehnt des Bestehens fühlten sich die staatlichen Organe ganz besonders von einer Jugendsubkultur provoziert: Der Punkbewegung. Verbote von Bands und Kriminalisierung von Punks waren an der Tagesordnung. Eines der Zentren ostdeutscher Punkkultur, zu der auch Torsten Hahnel gehörte war Halle (Saale).

Freitag, 15. November – 19.00 Uhr – Melanchthonianum, Uniplatz (Halle)
„Moderne Seelenrettung. Esoterik als Religion des bürgerlichen Zeitalters“
Vortrag & Diskussion mit Claudia Barth – Im Rahmen der Reihe “Jammertal und Heiligenschein. Perspektiven der Religionskritik”
Esoterik ist en vogue. Gleichzeitig könnte man sie aber auch als Reaktion auf Erfahrungen des Scheiterns im Alltagsleben fassen, als relativ junge Religion, die des öfteren auch (nationale) Mythen oder rassistisch-völkisches Gedankengut transportiert. Esoterik hilft, die Kontingenzer-fahrungen der modernen Gesellschaft zu bewältigen und Widersprüche zu bereinigen um weitermachen zu können. Entlastet wird nicht nur das eigene Selbst, sondern auch alle Anderen, deren Handeln als Ausdruck höherer Mächte erscheint.
Der zunehmenden Erfolg der Esoterik in den letzten Jahrzehnten hängt auch mit den Veränderungen der Arbeitswelt einher: Selbstverantwortung, Flexibilität, Auflösung der Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit, privatem Bereich der Kreativität und öffentlichem Verwertungsbereich. Die so Subjektivierten haben in der Esoterik ein Angebot der ideologischen (V)erklärung der eigenen Erschöpfung. Esoterische Ratgeber versprechen individuelle Möglichkeiten der Bewältigung, doch die Rede ist weniger von gesellschaftlichen Verhältnissen, als vielmehr von Schicksal, dieser Kraft oder jener Energie.
*Claudia Barth ist Autorin von „Über alles in der Welt – Esoterik und Leitkultur“ und „Esoterik – Die Suche nach dem Selbst“.

Dienstag, 19. November 2013 – 19.oo Uhr – Melanchthonianum
„Never ending story – Das Israelpseudos der Pseudolinken“
Vortrag und Buchvorstellung mit Anja Worm und Jan Gerber
In den Jahren 1969 und 1970 wurden die Bundesrepublik Deutschland und Westberlin von einer beispiellosen antizionistischen Krawall- und Terrorwelle überrollt. Die Täter kamen aus dem Umfeld der Neuen Linken, die ihren zurückhaltenden Proisraelismus nach dem Sechstagekrieg gegen einen vehementen Antizionismus eingetauscht hatte. Vor diesem Hintergrund erschien mit Michael Landmanns Buch „Das Israelpseudos der Pseudolinken“ eine der ersten kritischen Auseinandersetzungen mit der Israelfeindschaft der Neuen Linken. Mit ihrer antizionistischen Wende, so Landmann, verwandle sich die Protestbewegung von einer „echten“ in eine „Pseudolinke“.

Inzwischen ist die Neue Linke, auf die sich Landmann bezog, zwar verdientermaßen marginalisiert. Sie hat ihre Aufgabe – die Konservierung des Irrsinns von Volk, Ursprünglichkeit und Unmittelbarkeit in einer Zeit, in der kein großer Bedarf danach bestand – jedoch erfüllt. So findet sich der Antizionismus längst nicht mehr nur in linken Klein- und Großsekten wie die der Linkspartei, dem Freiburger „Café Palestine“ oder der antiimperialistischen Schlägertruppe, die vor einigen Jahren in Hamburg die Aufführung von Claude Lanzmanns Film „Pourquoi Israël“ verhinderte. Sondern der antiisraelische Furor ist im politischen Mainstream angekommen, in dem die Unterscheidung zwischen „links“ und „rechts“ ohnehin kaum noch getroffen werden kann. Um die einschlägigen Stereotypen zu hören, muss kein Vortrag eines autonomen oder marxistisch-leninistischen Selbstfindungszirkels mehr besucht werden, sondern es genügt, die „Süddeutsche Zeitung“ aufzuschlagen oder den Bericht über Israel auf „3Sat“ zu schauen.

Aus diesem Grund soll mit Michael Landmann nicht nur einer der ersten linken Kritiker des neulinken Antizionismus gewürdigt werden. Vielmehr soll unter Rekurs auf Landmanns Ausführungen von den Hintergründen des neuen Antisemitismus den Transformationen, die der Israelhass in den letzten vierzig Jahren durchgemacht hat, und der Aktualität der Kritik gesprochen werden.

Es sprechen Anja Worm und Jan Gerber („Materialien zur Aufklärung und Kritik“). Sie sind Herausgeber der Neuauflage von Michael Landmanns „Das Israelpseudos der Pseudolinken“ (Freiburg: ça ira Verlag 2013) und Curt Geyer u.a.: Fight for Freedom. Die Legende vom „anderen Deutschland“, Freiburg (ça ira Verlag) 2009.

Mittwoch, 20. November – 19.00 Uhr – Melanchthonianum
„Leib ohne Trieb – Von der Prostitution zur Sexarbeit“
Vortrag & Diskussion mit Theodora Becker und Magnus Klaue
In regelmäßigen Abständen, aber aus unterschiedlichen Gründen wird das Thema Prostitution groß debattiert und in allen gängigen Medien besprochen, so auch in diesen Wochen nach dem jüngsten Moralappell Alice Schwarzers. Oft ist die Debatte geprägt von Skandalisierung und Voyeurismus. Interessant ist in diesem Zusammenhang, welche Vorstellungen von Arbeit, Freiheit und Körper dadurch deutlich werden.
Theodora Becker von der autonomen Hurenorganisation Hydra e.V. in Berlin wird in ihrem Vortrag „Sehnsucht nach Unmittelbarkeit – Prostitution als illegitimes Kind der Kulturindustrie“ der Frage nachgehen, was an der Prostitution der bürgerlichen Ordnung so bedrohlich erscheint, von der sie doch zugleich ein unabdingbarer und institutionalisierter Bestandteil ist, dessen Kontrolle zwar für dringend notwendig erachtet, dessen tatsächliche Abschaffung aber doch selten versucht wurde. In der ambivalenten Stellung der käuflichen Lust zeigt sich ein ebenso problematisches gesellschaftliches Verhältnis zur Sexualität, das auch durch sogenannte sexuelle Revolutionen nicht aus der Welt geschafft wurde. Wie dieses Verhältnis heute aussieht, zeigt sich auch daran, wie sich die Ware Sexualität unter kulturindustriellen Vorzeichen darstellt und welche Bedürfnisse und Sehnsüchte sie bedient. Sie wird auch die Frage aufwerfen, warum in der üblichen, moralisch gefärbten Kritik an der Prostitution die Kommerzialisierung des Intimsten beklagt, jedoch das, was dieser Tauschhandel ermöglicht, meist nicht beachtet wird. Dass die von einigen Sexarbeiterinnen herausgestellte emanzipative Kraft der Sexarbeit – das „Recht auf Arbeit“ und das „Ausleben“ der eigenen Sexualität in der Prostitution – ein beängstigendes Maß an der Identifikation mit der Arbeit verraten, soll schließlich vor diesem Hintergrund diskutiert werden.
Anschließend kritisiert der Publizist Magnus Klaue in seinem Vortrag „Sexwork und Körperpolitik als postfeministische Sozialtechnologie“ die Verwandlung von Sexualität in „Arbeit“, wie sie sich exemplarisch an den Werken von Beatriz Preciado studieren lässt, die keinen Unterschied zwischen Sexualität und Prostitution kennen und das inkommensurable Moment des Triebs durch totale Technifizierung des Sexus zu tilgen suchen. Anhand von Preciado soll gezeigt werden, inwiefern die „postfeministische“ Körperpolitik Emanzipation nur noch als restlose Selbstzurichtung subjektloser Subjekte kennt, denen Unbewusstes, Trieb und Leib nichts anderes sind als Objekt und Resultat von Wahlentscheidungen und „Einschreibungen“, mithin Ausdruck totaler Vergesellschaftung.

Dienstag, 26.November – 19 Uhr – Melanchthonianum
Christlicher Judenhass. Monotheismus, Christentum und die Genese des Antisemitismus
Vortrag und Diskussion mit Samuel Salzborn – Im Rahmen der Reihe “Jammertal und Heiligenschein. Perspektiven der Religionskritik”

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Kundgebung gegen Bürgermob, Nazidemo und Flüchtlingshetze in Greiz – Gegen deutsche Zustände http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/10/10/kundgebung-gegen-buergermob-nazidemo-und-fluechtlingshetze-in-greiz-gegen-deutsche-zustaende/ http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/10/10/kundgebung-gegen-buergermob-nazidemo-und-fluechtlingshetze-in-greiz-gegen-deutsche-zustaende/#comments Thu, 10 Oct 2013 13:14:03 +0000 jugendantifahalle Allgemein http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/10/10/kundgebung-gegen-buergermob-nazidemo-und-fluechtlingshetze-in-greiz-gegen-deutsche-zustaende/ Für (diesen) Freitag den 11.10.2013 findet eine Kundgebung in Greiz von der Initiative „Solidarität mit den Flüchtlingen in Greiz“ statt um gegen die schon seit Wochen statt findenen Neonaziaufmärsche und rassistischer Hetzte der dortigen Bürgerinitative gegen ein dortiges neues Flüchtlingsheim ein Statement zu setzten. Das Immergleiche hört nicht auf, ob Leipzig (Sachsen), Vockerode (Sachsen Anhalt), Berlin oder Greiz in Thüringen. Dennoch gilt es sich immer wieder dagegen zu stellen.
Deshalb:
Freitag den 11.10.2o13
18 Uhr am Markt in Greiz

mehr Infos unter: www.agv.blogsport.de und

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Film und Vortrag: “Sobibór, 14. Oktober 1943, 16 Uhr” und die “Aktion 1005″ http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/10/10/film-und-vortrag-sobibor-14-oktober-1943-16-uhr-und-die-aktion-1005/ http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/10/10/film-und-vortrag-sobibor-14-oktober-1943-16-uhr-und-die-aktion-1005/#comments Thu, 10 Oct 2013 12:59:01 +0000 jugendantifahalle Allgemein http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/10/10/film-und-vortrag-sobibor-14-oktober-1943-16-uhr-und-die-aktion-1005/ Dienstag, 15. Oktober
18.15 (!) Uhr
Kino Zazie (Kleine Ulrichstraße 22, Halle)

Anlässlich des 70. Jahrestages des Aufstandes im Vernichtungslager Sobibór lädt das „Alternative Vorlesungsverzeichnis“ zu einer Veranstaltung mit Claude Lanzmanns “Sobibór, 14. Oktober 1943, 16 Uhr” (2001) und einem Vortrag Von Jens Hoffmann. Am 14. Oktober 1943 erhoben sich etwa 600 Häftlinge gegen die SS, 365 von ihnen gelang die Flucht. Nur 47 Überlebende konnten nach dem Krieg über das Vernichtungslager Sobibór, in dem im Rahmen der “Aktion Reinhardt” 1942/43 bis zu 250.000 Menschen ermordet wurden, Auskunft geben. Nach dem Aufstand wurde das Lager von der SS nicht weiter genutzt, vielmehrim Rahmen der “Aktion 1005″ eingeebnet und bewaldet. Im Film lässt Lanzmann einen Überlebenden des Lagers und des Aufstands zu Wort kommen. Vor dem Film wird Jens Hoffmann über die Suche nach den Spuren der Vertuschungsaktionen der deutschen Vernichtungspolitik berichten.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung im Rahmen des ALV Halle (Alternativen Vorlesungsverzeichnis des Studierendenrates der Universität Halle)

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Am 14. September den Rassisten die Tour vermiesen …auch wenn sie wie Clowns wirken! http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/09/10/am-14-september-den-rassisten-die-tour-vermiesen-auch-wenn-sie-wie-clowns-wirken/ http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/09/10/am-14-september-den-rassisten-die-tour-vermiesen-auch-wenn-sie-wie-clowns-wirken/#comments Tue, 10 Sep 2013 14:20:27 +0000 jugendantifahalle Allgemein http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/09/10/am-14-september-den-rassisten-die-tour-vermiesen-auch-wenn-sie-wie-clowns-wirken/ Antifagruppen Halle (www.nonazisinhalle.wordpress.com):

„Am kommenden Samstag wollen die Rechtspopulisten von „Pro Deutschland“, unter ihnen auch mehrere (Ex-)NPD/REP/DVU-Nazis, auf ihrem Karnevalszug durch Deutschland einen Abstecher nach Halle machen.

Die vor allem auf Radikalisierung des rassistischen Allgemeinwissens der Gesellschaft bauende… Truppe hetzt seit Wochen auf groteske Art und Weise gegen all diejenigen, die in ihren Augen die „Volksgemeinschaft“ stören – vor Flüchtlingsheimen, Moscheen und „linken Zentren“. In Halle haben sie sich die soziokulturellen Hausprojekte „VL – Ludwigstraße 37“ und „Reil 78“ auserkoren, wo sie „Linke“ vermuten – in ihren Augen also solche verrückten und „extremistischen“ Zeitgenossen, die die Gleichbehandlung aller Menschen ohne Rücksicht auf ihre Herkunft oder Staatsbürgerschaft einfordern und Rassisten und Antisemiten entschlossen entgegentreten.

Doch während die Schar der Unterstützer eher an gescheiterte Clowns erinnert, wenn sie ohne Publikum Reden „an das Volk“ halten oder hysterisch kreischend vor Tomaten ausweichen, ihre Tour gilt es trotzdem zu vermiesen. Denn wie die NPD (z.B. aktuell in Berlin-Hellersdorf und anderen Bezirken) oder andere organisierte Rassisten nutzen sie die „Krisenstimmung“, um Fremd- und Feindbilder zu bestätigen und „Ängste“ herbeizureden. Dabei rufen sie zum Kampf gegen alles, was den deutschen „Volkskörper“ „bedroht“, insbesondere Flüchtlinge – die „Bedrohung von Außen“ – und „muslimische“ Migranten – die „Bedrohung von Innen“. Im Geiste deutscher „Leitkultur“ setzen sie sich für die Bewahrung „des preußischen Erbes“ und des „abendländischen Charakters Deutschlands“ ein. Sie fordern die Kenntnis der deutschen Sprache als Bedingung für einen dauerhaften Aufenthalt „integrationswilliger Ausländer“, wollen aber gleichzeitig Kinder, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, aus dem Regelunterricht nehmen lassen. In diesem Sinne fordern sie auch die Verschärfung des Asylgesetzes – aberwitzig angesichts der Tatsache, dass das Recht auf Asyl 1993 mit den Stimmen von CDU, FDP und SPD faktisch abgeschafft wurde. Im Mittelpunkt der „Pro Deutschland“-Hetze stehen dabei meist als „Muslime“ kollektivierte Migranten oder Nachkommen von Migranten. Ein fremd klingender Nachname, eine bestimmte Kleidung oder ein Bart können ausreichen, um in den Augen der Rassisten zum „Muslim“ zu werden, samt der damit verbundenen Zuschreibungen „fremd“, „gefährlich“, „rückständig“ oder „gewaltbereit“. „Hassprediger“ und „Fanatiker“ vermuten sie hinter allen, die sie so abstempeln, ob diese nun gläubige, weniger gläubige oder gar keine Muslime sind. Und auch mit verkürzter Kapitalismuskritik, insbesondere der bloß populistischen Stimmungmache gegen Großkonzerne und –banken und der Forderung nach „Zurückweisung der Machtansprüche der multinationalen Unternehmen“, stehen sie NPD und Co. in Sachen strukturellen Antisemitismus’ in Nichts nach.

Mit all ihren Themen haben sie aber gleichzeitig Schnittmengen mit der bundesdeutschen „Mitte“, können anknüpfen an gesellschaftliches „Allgemeinwissen“ über „uns“ und „die Anderen“. Dieses Allgemeinwissen versammelt die Ressentiments der großen Mehrheit, Ressentiments, die vor dem Hintergrund der ideologischen Verarbeitung der gesellschaftlichen Realität unter kapitalistischen Verhältnissen analysiert und kritisiert werden müssen. Auch wenn „Pro Deutschland“ vor allem ein Clownshaufen ist, machen diese gesellschaftlichen Dimensionen ihrer Hetze eine Intervention nötig.

Auch den Auftritt von Pro Deutschland in Halle muss man daher zum Desaster machen, „um sich danach wieder ungestört der Kritik der Verhältnisse widmen oder einfach nur in Ruhe in die Kneipe gehen zu können“. Also, bis Samstag!

Antifaschistische Gruppen Halle 09/2013″

15 Uhr – neben dem Soziokulturellen Zentrum VL – Ludwigstraße 37

17.15 – in der Nähe des Soziokulturellen Zentrums Reil 78 – sollten sie danach nicht genug haben bzw. es noch schaffen…

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Flüchtlingsproteste in Bitterfeld http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/08/16/fluechtlingsproteste-in-bitterfeld/ http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/08/16/fluechtlingsproteste-in-bitterfeld/#comments Fri, 16 Aug 2013 07:00:18 +0000 jugendantifahalle Allgemein http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/08/16/fluechtlingsproteste-in-bitterfeld/

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Demonstration gegen Polizeigewalt am 31. August in Halle http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/08/15/demonstration-gegen-polizeigewalt-am-31-august-in-halle/ http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/08/15/demonstration-gegen-polizeigewalt-am-31-august-in-halle/#comments Thu, 15 Aug 2013 20:55:49 +0000 jugendantifahalle Allgemein http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/08/15/demonstration-gegen-polizeigewalt-am-31-august-in-halle/ Am 31. August 2013 findet in Halle eine Demonstration, anlässig des Übergriffes eines Polizisten auf einen antifaschistischen Gegendemonstranten vor 1 Jahr in Halle bei der NPD-Tour, statt. Zur dieser Demonstration ruft die Kampange „Ziemlich beste Freunde?“ auf und möchte mit dieser Demonstration auf den Vorfall aufmerksam machen und die juristische Aufarbeitung kritisieren (da eine weitere Einstellung droht).

Auf dieser Demonstration wird es einen „gesellschaftskritischen Block“ geben, dazu ruf „critical_demands“ auf. Wir empfehlen an den gesellschaftskritischen Block innerhalb der Demonstration gegen Polizeigewalt teilzunehmen um die Verhältnisse als das zu denunzieren was sie sind: Unmenschlich und Scheiße.

31. August
15 Uhr
Hauptbahnhof Halle (Saale)

Mehr unter: www.criticaldemands.blogsport.de und

In diesen Rahmen findet am Samstag dem 17.August eine Soli-Party für den Betroffenen in der Reil 78 statt: „Schöner Feiern ohne Bullen“

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Vorträge und Party: „Heile Welt is nich“ am 3.August http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/07/21/vortraege-und-party-heile-welt-is-nich-am-3-august/ http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/07/21/vortraege-und-party-heile-welt-is-nich-am-3-august/#comments Sun, 21 Jul 2013 17:28:01 +0000 jugendantifahalle Allgemein http://JugendAntifaHalle.blogsport.de/2013/07/21/vortraege-und-party-heile-welt-is-nich-am-3-august/

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