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Kundgebung gegen Bürgermob, Nazidemo und Flüchtlingshetze in Greiz – Gegen deutsche Zustände

Für (diesen) Freitag den 11.10.2013 findet eine Kundgebung in Greiz von der Initiative „Solidarität mit den Flüchtlingen in Greiz“ statt um gegen die schon seit Wochen statt findenen Neonaziaufmärsche und rassistischer Hetzte der dortigen Bürgerinitative gegen ein dortiges neues Flüchtlingsheim ein Statement zu setzten. Das Immergleiche hört nicht auf, ob Leipzig (Sachsen), Vockerode (Sachsen Anhalt), Berlin oder Greiz in Thüringen. Dennoch gilt es sich immer wieder dagegen zu stellen.
Deshalb:
Freitag den 11.10.2o13
18 Uhr am Markt in Greiz

mehr Infos unter: www.agv.blogsport.de und

Film und Vortrag: “Sobibór, 14. Oktober 1943, 16 Uhr” und die “Aktion 1005″

Dienstag, 15. Oktober
18.15 (!) Uhr
Kino Zazie (Kleine Ulrichstraße 22, Halle)

Anlässlich des 70. Jahrestages des Aufstandes im Vernichtungslager Sobibór lädt das „Alternative Vorlesungsverzeichnis“ zu einer Veranstaltung mit Claude Lanzmanns “Sobibór, 14. Oktober 1943, 16 Uhr” (2001) und einem Vortrag Von Jens Hoffmann. Am 14. Oktober 1943 erhoben sich etwa 600 Häftlinge gegen die SS, 365 von ihnen gelang die Flucht. Nur 47 Überlebende konnten nach dem Krieg über das Vernichtungslager Sobibór, in dem im Rahmen der “Aktion Reinhardt” 1942/43 bis zu 250.000 Menschen ermordet wurden, Auskunft geben. Nach dem Aufstand wurde das Lager von der SS nicht weiter genutzt, vielmehrim Rahmen der “Aktion 1005″ eingeebnet und bewaldet. Im Film lässt Lanzmann einen Überlebenden des Lagers und des Aufstands zu Wort kommen. Vor dem Film wird Jens Hoffmann über die Suche nach den Spuren der Vertuschungsaktionen der deutschen Vernichtungspolitik berichten.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung im Rahmen des ALV Halle (Alternativen Vorlesungsverzeichnis des Studierendenrates der Universität Halle)

Am 14. September den Rassisten die Tour vermiesen …auch wenn sie wie Clowns wirken!

Antifagruppen Halle (www.nonazisinhalle.wordpress.com):

„Am kommenden Samstag wollen die Rechtspopulisten von „Pro Deutschland“, unter ihnen auch mehrere (Ex-)NPD/REP/DVU-Nazis, auf ihrem Karnevalszug durch Deutschland einen Abstecher nach Halle machen.

Die vor allem auf Radikalisierung des rassistischen Allgemeinwissens der Gesellschaft bauende… Truppe hetzt seit Wochen auf groteske Art und Weise gegen all diejenigen, die in ihren Augen die „Volksgemeinschaft“ stören – vor Flüchtlingsheimen, Moscheen und „linken Zentren“. In Halle haben sie sich die soziokulturellen Hausprojekte „VL – Ludwigstraße 37“ und „Reil 78“ auserkoren, wo sie „Linke“ vermuten – in ihren Augen also solche verrückten und „extremistischen“ Zeitgenossen, die die Gleichbehandlung aller Menschen ohne Rücksicht auf ihre Herkunft oder Staatsbürgerschaft einfordern und Rassisten und Antisemiten entschlossen entgegentreten.

Doch während die Schar der Unterstützer eher an gescheiterte Clowns erinnert, wenn sie ohne Publikum Reden „an das Volk“ halten oder hysterisch kreischend vor Tomaten ausweichen, ihre Tour gilt es trotzdem zu vermiesen. Denn wie die NPD (z.B. aktuell in Berlin-Hellersdorf und anderen Bezirken) oder andere organisierte Rassisten nutzen sie die „Krisenstimmung“, um Fremd- und Feindbilder zu bestätigen und „Ängste“ herbeizureden. Dabei rufen sie zum Kampf gegen alles, was den deutschen „Volkskörper“ „bedroht“, insbesondere Flüchtlinge – die „Bedrohung von Außen“ – und „muslimische“ Migranten – die „Bedrohung von Innen“. Im Geiste deutscher „Leitkultur“ setzen sie sich für die Bewahrung „des preußischen Erbes“ und des „abendländischen Charakters Deutschlands“ ein. Sie fordern die Kenntnis der deutschen Sprache als Bedingung für einen dauerhaften Aufenthalt „integrationswilliger Ausländer“, wollen aber gleichzeitig Kinder, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, aus dem Regelunterricht nehmen lassen. In diesem Sinne fordern sie auch die Verschärfung des Asylgesetzes – aberwitzig angesichts der Tatsache, dass das Recht auf Asyl 1993 mit den Stimmen von CDU, FDP und SPD faktisch abgeschafft wurde. Im Mittelpunkt der „Pro Deutschland“-Hetze stehen dabei meist als „Muslime“ kollektivierte Migranten oder Nachkommen von Migranten. Ein fremd klingender Nachname, eine bestimmte Kleidung oder ein Bart können ausreichen, um in den Augen der Rassisten zum „Muslim“ zu werden, samt der damit verbundenen Zuschreibungen „fremd“, „gefährlich“, „rückständig“ oder „gewaltbereit“. „Hassprediger“ und „Fanatiker“ vermuten sie hinter allen, die sie so abstempeln, ob diese nun gläubige, weniger gläubige oder gar keine Muslime sind. Und auch mit verkürzter Kapitalismuskritik, insbesondere der bloß populistischen Stimmungmache gegen Großkonzerne und –banken und der Forderung nach „Zurückweisung der Machtansprüche der multinationalen Unternehmen“, stehen sie NPD und Co. in Sachen strukturellen Antisemitismus’ in Nichts nach.

Mit all ihren Themen haben sie aber gleichzeitig Schnittmengen mit der bundesdeutschen „Mitte“, können anknüpfen an gesellschaftliches „Allgemeinwissen“ über „uns“ und „die Anderen“. Dieses Allgemeinwissen versammelt die Ressentiments der großen Mehrheit, Ressentiments, die vor dem Hintergrund der ideologischen Verarbeitung der gesellschaftlichen Realität unter kapitalistischen Verhältnissen analysiert und kritisiert werden müssen. Auch wenn „Pro Deutschland“ vor allem ein Clownshaufen ist, machen diese gesellschaftlichen Dimensionen ihrer Hetze eine Intervention nötig.

Auch den Auftritt von Pro Deutschland in Halle muss man daher zum Desaster machen, „um sich danach wieder ungestört der Kritik der Verhältnisse widmen oder einfach nur in Ruhe in die Kneipe gehen zu können“. Also, bis Samstag!

Antifaschistische Gruppen Halle 09/2013″

15 Uhr – neben dem Soziokulturellen Zentrum VL – Ludwigstraße 37

17.15 – in der Nähe des Soziokulturellen Zentrums Reil 78 – sollten sie danach nicht genug haben bzw. es noch schaffen…

Flüchtlingsproteste in Bitterfeld